Aromatherapie

-> Seminartag zur Aromatherapie: Aromatherapie Praxistag 1 - Einführung und Grundlagen

 

Ätherische Öle sind wunderbar duftende oder charakteristisch riechende Pflanzenwirkstoffe, die aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen werden: Blüte, Wurzel, Blatt, Samen, Frucht oder Holz. Sie bestehen aus einer Vielzahl von hochwirksamen Inhaltsstoffen, z. B. hat das ätherische Rosenöl bis zu 400, das Lavendelöl über 160 einzelne Stoffe.

 

Mit ätherischen Ölen werden in der Aromatherapie viele körperliche Beschwerden und Krankheiten behandelt (siehe unten bei Indikationen). Durch ihren Duft erreichen sie uns auch auf der psychischen und seelischen Ebene – vor allem über das limbische System, auch als ‚Keller unserer Gefühle’ bezeichnet. Sie können hier Prozesse anregen und unterstützen und sie entfalten ihre Wirkung auch, wenn sich seelische Themen auf der körperlichen Ebene zeigen, z. B. in Form von Reizmagen/-darm oder Erschöpfungs-zuständen.

 

Ätherische Öle und Aromatherapie können als alleinige Therapie oder in Verbindung mit anderen Therapien eingesetzt werden. Arten der Anwendung sind z. B. Einreibungen, Ölmischungen, Auflagen und Kompressen, Salben, Sprays, Bäder und Inhalationen.

 

Wann hilft die Aromatherapie

Mögliche Indikationen, entsprechend der Indikationen für den Einsatz der jeweiligen Pflanzen und deren ätherische Öle in der Aromatherapie sind auf der körperlichen Ebene:

  • Hauterkrankungen, z.B. Ekzeme, Neurodermitis, Herpes, Hautpilze, Akne
  • Verbrennungen, Wunden
  • Körperliche und seelische Veränderungen in den Wechseljahren
  • Menstruationsbeschwerden, z. B. Krämpfe
  • Atemwegserkrankungen, z. B. Bronchitis, Sinusitis
  • Entzündungen und Beschwerden von Harnwegen und Blase
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, Verspannungen, Rheuma, Prellungen
  • Kopfschmerzen
  • Stoffwechselanregung, Entschlackung

Und auf der psychischen Ebene:

  • Depressive Verstimmungen
  • Burn Out
  • Ängste
  • Nervosität
  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit

Qualität

Beim Einsatz von Heilmitteln ist allgemein auf bestmögliche Qualität zu achten. Dies spielt bei den ätherischen Ölen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Ich verwende daher ausschließlich naturreine ätherische Öle und fette Trägeröle von ausgesuchten Herstellern und wann immer möglich aus biologischem Anbau.

 

Aromatherapie - Kurze Geschichte

Die Aromatherapie, die heilende Anwendung von ätherischen Ölen, ist eine eigene Therapieform. Sie hat sich besonders in Frankreich und England und später auch in Deutschland entwickelt.

Ätherische Öle haben die Menschen schon immer fasziniert: In Taxila, einem Ruinenort im Industal in Pakistan, fand man ein Destilliergerät aus Terrakotta, dessen Datum auf die mittlere Steinzeit (ca. 3000 v. Chr.) datiert wird. Aus dem alten Ägypten ist die Destillation von Zedern und Zimt überliefert, in Indien wird seit mindestens 4000 Jahren Sandelholzöl u. a. verwendet und auch bei Griechen, Römern und bei Paracelsus spielten ätherische Öle eine wichtige Rolle.

Als BegründerInnen der heutigen Aromatherapie Anfang des 20. Jhdt. gelten vor allem der Chemiker und Parfümeur René-Maurice Gattefossé, die Krankenschwester Marguerite Maury sowie der Arzt Jean Valnet, die ihre Erfahrungen zur Anwendung der ätherischen Öle u. a. im Krieg und in Krankenhäusern sammelten. Von Marguerite Maury ließen sich später Bühnen- und Leinwandstars behandeln. Valnet behandelte die Patienten in seiner Praxis mit ätherischen Ölen und Kräutern.